Babymatratzen - Ratgeber und Übersicht (2019)

Das Beste für das Kind

Aktualisiert am: 02. Mai 2019

Die Babymatratze - darauf kommt es beim Kauf an

Wenn der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt, möchten die werdenden Eltern möglichst gut darauf vorbereitet sein und dem oder der Kleinen alles bieten, was er oder sie für die ersten Lebensmonate benötigt. Dazu gehören Accessoires wie Windeln, Kleidung und die passenden Möbelstücke. Nicht zu unterschätzen ist dabei die Babymatratze, auf der die Kleinsten naturgemäß viel Zeit verbringen. Babys sollen darauf sicher und bequem schlafen und sich in jeder Position richtig wohlfühlen. Wir zeigen Dir, worauf es beim Kauf der Babymatratze ankommt und welche Kriterien entscheidend sind, um Deinem Nachwuchs einen möglichst sicheren und guten Schlaf zu ermöglichen.

Kuscheltiere im Kinderbett
Das Babymatratze sollte einen erholsamen Schlaf für Dein Baby ermöglichen. / Foto: © - Fotolia.com

Checkliste für den Kauf einer Babymatratze

  • Auf hochwertige Materialien und Schadstofffreiheit achten
  • Stützfähigkeit der Matratze untersuchen
  • Eine stabile Trittkante darf nicht fehlen
  • Waschbare Bezüge sind von Vorteil
  • Eine gute Belüftung erhöht Hygiene und Komfort

So wichtig ist die richtige Babymatratze für den Nachwuchs

Wenn das Baby vom Krankenhaus in sein Kinderzimmer umzieht, ist dieses bereits mit den passenden Möbeln ausgestattet. Von der Wickelkommode über den ersten Kleiderschrank bis hin zum Babybettchen ist alles vorhanden, was Dein Baby braucht, um sich zuhause einzugewöhnen und wohlzufühlen. Besonders das Bett Deines Nachwuchses ist von enormer Wichtigkeit, denn in den ersten Lebensmonaten verbringen die Kleinsten die meiste Zeit schlafend in ihrem Bettchen. Allein diese Tatsache beweist bereits, wie wichtig es ist, dass Du die passende Matratze für Dein Kind auswählst. Aber nicht nur der Komfort und der damit verbundene erholsame Schlaf, den Dein Baby dadurch genießt, spielen eine entscheidende Rolle: Experten zufolge kann auch das Risiko des gefürchteten plötzlichen Kindstods durch eine für Babys geeignete Matratze reduziert werden.

Hochwertige Materialien und Verzicht auf Schadstoffe

Die meisten modernen Babymatratzen verzichten mittlerweile bereits zugunsten der Gesundheit der Kleinsten auf Schadstoffe bei der Herstellung. Dennoch solltest Du beim Kauf einer neuen Matratze darauf achten, welche Materialien verwendet wurden und ob chemische Zusätze vorhanden sind. Die Produktbeschreibungen geben im Einzelfall Auskunft darüber. Auch Prüfsiegel wie der „Blaue Engel“ oder „Öko-Tex Standard 100“ können dabei helfen, ein Produkt zu finden, das sich möglichst gesund und schadstofffrei präsentiert. Oftmals verströmen neue Matratzen nach dem Auspacken einen intensiven und eher unangenehmen Geruch. Dies ist auch bei Produkte ohne Schadstoffe der Fall. Experten raten dazu, die Babymatratze erst einmal einige Tage lang ordentlich auszulüften, bevor sie zum Einsatz kommt.

Blaue Engel Logo

Welche Materialien zum Einsatz kommen, spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle und das nicht nur aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen, sondern auch zugunsten der Langlebigkeit der Matratze selbst. Zur Auswahl stehen unter anderem Varianten aus Schaumstoff oder Naturfaser wie etwa Kokos und Kaltschaum. Für welches Material Du Dich entscheidest, hängt zum Großteil von Deinen individuellen Vorlieben ab. Jede Ausführung bietet ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile.

So präsentiert sich Schaumstoff besonders preiswert und kann durch Langlebigkeit und Robustheit punkten. Kaltschaummatratzen fallen dagegen oftmals komfortabler aus und geben gleichmäßiger nach als Varianten aus einfachem Schaumstoff. Entscheidest Du Dich für eine Latexmatratze, ist diese schwerer als andere Modelle und gibt ebenfalls sehr gleichmäßig nach, was Deinem Baby einen hohen Komfort beim Liegen ermöglicht.

So wichtig ist die Stützfähigkeit der Babymatratze

Babys und Kleinkinder befinden sich im kontinuierlichen Wachstum. Besonders während der ersten Lebensmonate und Jahre sind die Knochen, Wirbel und Gelenke sehr empfindlich und bedürfen eines entsprechenden Halts, damit sie sich richtig entwickeln können. Du kennst das sicherlich, wenn es um das Halten und Tragen Deines Babys geht. Aber auch während des Schlafes sollten Kopf und Wirbelsäule ausreichend gestützt werden, um Schmerzen und Fehlbildungen zu vermeiden. Aus diesem Grund ist es bei der Wahl einer geeigneten Babymatratze entscheidend, den richtigen Härtegrad zu wählen.

Beste Kindermatratze

Eine zu weiche Matratze lässt Dein Baby mit dem Kopf und dem Gesicht in das Material einsinken, was nicht nur negative Auswirkungen auf Nacken und Wirbelsäule haben kann. Auch die Atmung wird unter Umständen erschwert. Da die Kleinsten sich noch nicht von alleine ausreichend gut bewegen können, um ihre Position im Zweifelsfall zu ändern, kann dies sogar lebensgefährlich werden. Aber auch auf eine zu harte Babymatratze sollte zugunsten der Gesundheit Deines Nachwuchses verzichtet werden: Fällt die Unterlage zu hart aus, hat dies eventuell negative Folgen für die Entwicklung der Wirbelsäule. Schäden, die in den ersten Lebensmonaten und –Jahren entstehen, lassen sich später nur mit Mühe korrigieren, sodass Du von Anfang an auf den richtigen Härtegrad achten solltest.

Grundsätzlich ist die goldene Mitte die beste Wahl, also eine Babymatratze, die weder zu hart noch zu weich ausfällt. Matratzen für Babys, die über unterschiedliche Liegezonen verfügen, sind dagegen sinnlos, denn die Kleinsten sind noch viel zu leicht dafür und benötigen keine gesonderten Zonen für das Stützen der Wirbelsäule. Außerdem wachsen Babys und Kleinkinder recht schnell, wodurch die einzelnen Zonen ebenso rasch ihre Funktion verlieren würden.

Auf die richtige Größe kommt es an

Babymatratzen sind in unterschiedlichen Größen auf dem Markt erhältlich. Die gängigste Größe für Produkte in diesem Bereich beträgt 70x140 cm. Diese passt optimal in die meisten auf dem Markt verfügbaren Babybettchen. Es kommt beim Kauf aber nicht nur auf die Größe des Bettes, sondern auch auf die Körpermaße Deines Kindes an. Als Faustregel gilt: Die Matratze sollte an allen Seiten mindestens zehn Zentimeter Platz lassen, damit sich Dein Nachwuchs gut bewegen kann und ausreichend Raum hat. Die Länge von 140 cm eignet sich für Kinder bis zu einem Alter von etwa sechs Jahren; dann benötigen die Kleinen meist ein neues Bett und eine entsprechend neue und größere Matratze.

Neben den Standardausführungen kannst Du auf dem Markt auch noch weitere Größen finden, wenn Du nach Babymatratzen suchst. IKEA hat beispielsweise häufiger Varianten in der Größe 60x120 cm im Angebot; bei dem schwedischen Möbelhersteller kannst Du aber auch die passenden Bettchen für diese Matratzen erwerben. Kaufst Du ein Reisebettchen für Dein Baby, ist bereits oftmals eine dünne Matratze enthalten. Diese eignet sich aber nur für den vorübergehenden Einsatz unterwegs und sollte nicht dauerhaft im Babybettchen verwendet werden.

Eine gute Luftzirkulation kann Leben retten

Kaum etwas fürchten junge Eltern mehr als den plötzlichen Kindstod.

Ärzte und Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Wahl der Babymatratze direkten Einfluss auf das Auftreten dieses Phänomens haben und das Risiko eines plötzlichen Kindstods minimieren kann. 

Grund für den frühen Tod von Babys ist häufig das Einatmen von zu viel CO2. Dies kommt unter anderem dann vor, wenn sich etwas vor dem Mund des Babys befindet und die ausgeatmete Luft nicht in einem ausreichenden Maße entweichen kann – so zum Beispiel, wenn eine Decke über dem Gesichtchen liegt oder das Baby mit dem Gesicht auf der Matratze liegt. Verfügt die Matratze über eine nicht ausreichende Luftzirkulation, kann das Baby auf dem Bauch liegend nicht richtig atmen oder inhaliert vergleichsweise hohe Konzentrationen an CO2 – beides kann schlimmstenfalls zu einem Tod durch Ersticken führen. In dem Video erfährst Du, was eine schlechte Babymatratze zur Folge hat.

Hersteller von modernen Babymatratzen setzen aus diesem Grund auf integrierte Belüftungskanäle oder Luftlöcher. Zwar ist nicht eindeutig erwiesen, dass diese tatsächlich einen positiven Effekt auf die Luftzirkulation haben; es ist aber anzuraten, sich zumindest für ein Modell mit einer Wabenstruktur oder Poren zu entscheiden. Diese verhindern eine unangenehme Wärmestauung und tragen so zu einem höheren Nutzungskomfort bei. Entscheidest Du Dich für eine Babymatratze mit Belüftungskanälen, sollten sich diese vornehmlich im Kopfbereich befinden und so verhindern, dass es während de Schlafes zu einem CO2-Stau kommt.

Wofür braucht Dein Baby eine stabile Trittkante?

Wenn Dein Baby älter, größer und beweglicher wird, steht es in seinem Bettchen gerne auf und hopst auf der Matratze herum. Sicher hast Du dafür gesorgt, dass es dabei nicht aus dem Bett fallen kann – aber auch auf der Matratze selbst können unter Umständen Gefahren lauern. Ohne eine stabile Trittkante kann es passieren, dass Dein Baby zwischen Matratze und Bettgestell rutscht und sich dabei verletzt. Besonders, wenn Du Dich für eine eher weiche Babymatratze entschieden hast, ist es sinnvoll, auf eine integrierte Trittkante zu achten. Bei einer harten Ausführung ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass die Matratze beim Stehen oder Hopsen so weit nachgibt, dass ein Einklemmen zwischen Matratzenrand und Bettchen möglich ist. Möchtest Du auf Nummer sicher gehen, raten Experten aber dazu, von Anfang an auf eine stabile Trittkante zu achten, damit Du Dir keine Gedanken machen musst, wenn Dein Nachwuchs mobiler und aktiver wird.

Stabile Trittkante Babymatratze
Eine stabile Trittkante ist für Babys enorm wichtig./ Foto: © - Fotolia.com

Waschbare Bezüge sorgen für mehr Hygiene

Besonders wichtig beim Kauf der richtigen Babymatratze ist ein Bezug, den Du abnehmen, auswechseln und waschen kannst. Auch wenn Dein Baby während der Nacht oder des Mittagsschlafs Windeln trägt, bedeutet dies nicht, dass keine Körperflüssigkeiten auf die Matratze gelangen. Schweiß und Speichel werden naturgemäß häufiger abgesondert und dringen ohne einen
geeigneten Bezug direkt in die Matratze ein. Auf diese Weise vermehren sich Milben und Bakterien. Um ein Maximum an Hygiene im Babybettchen zu gewährleisten, empfiehlt sich dringend ein abnehmbarer und waschbarer Bezug. Diesen kannst Du regelmäßig abziehen, reinigen und wieder auf die Matratze aufbringen. Eine Waschtemperatur von mindestens 60° C ist hierbei empfehlenswert. Zugunsten der Gesundheit Deines Babys und zum Reduzieren der Allergieanfälligkeit solltest Du auf dieses Accessoire nicht verzichten.

Ist ein entsprechender Bezug nicht bereits beim Kauf der Babymatratze vorhanden, kannst Du ihn gesondert nachkaufen. Dabei solltest Du darauf achten, dass er aus einem möglichst hautfreundlichen Material wie Baumwolle besteht, um Deinem Baby einen hohen Komfort beim Schlafen und Entspannen zu bieten. Natürliche Materialien sind angenehm für Babys Haut und verringern das Risiko von allergischen Reaktionen. Besonders Produkte, die direkt mit der Haut Deines Nachwuchses in Kontakt kommen, sollten daher immer pflegeleicht, atmungsaktiv und hautfreundlich ausfallen.

Zu möglichst optimalen hygienischen Zuständen im Babybettchen trägst Du außerdem bei, indem Du die Matratze regelmäßig an der frischen Luft, etwa am geöffneten Fenster, auslüftest. Außerdem ist es anzuraten, unterhalb der Matratze etwas Platz zu lassen, um eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen. Sobald Dein Nachwuchs keine Windeln mehr trägt, ist auch eine wasserabweisende Nässeschutzauflage erforderlich, denn bei Kleinkindern geht häufiger noch etwas daneben. Apropos danebengehen: Passiert trotz Windeln ein Malheur, sollte der Bezug direkt in die Waschmaschine gegeben werden. Die Matratze kannst Du, abhängig vom Material, entweder in der Dusche oder Badewanne abspülen oder mit einem feuchten Mikrofasertuch abreiben.

Matratzencheck24-Tipp:

Beim Kauf des Bezuges sind folgende Punkte zu beachten:

  • Der Bezug sollte hautfreundlich und atmungsaktiv ausfallen
  • Bezüge sind regelmäßig bei etwa 60° C zu waschen
  • Die Matratze selbst sollte regelmäßig ausgelüftet werden
  • Verschmutzungen lassen sich mit Wasser und Seife entfernen

Babymatratze im Test

ÖKO Test

ÖKO-Test testete rund 15 Matratzen, wovon 6 Matratzen das krebserregende Halbmetall Antimon aufwiesen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat diese chemische Substanz bereis im Jahre 2003 als krebserregend eingestuft. Auch sollen viele Matratzen umweltschädliche Aufheller und halogenorganische Verbindungen aufweisen, die Allergien bei Kindern auslösen können. Daher ist es umso wichtiger eine qualitative Matratze zu kaufen.

Öko Test Logo

Des Weiteren stellte der Tester folgende Ergebnisse fest:

  • Von 15 Matratzen wurden 5 mit der Note "sehr gut" oder "gut" bewertet.
  • Aufgeklebte Etiketten sollten dringend nach dem Kauf entfernt werden, da Kinder diese entfernen könnten.
  • Die meisten Matratzen sind frei von Schadstoffen.
  • Eine antimikrobielle Ausrüstung ist laut Tester unnötig. Bezeichnungen, wie "Medicott Silver" drücken solche Ausrüstungen aus.

Zu den Testsiegern gehörten beispielsweise die "Ravensberger Kaltschammatratze", die mit der Note "sehr gut" bewertet wurde.

Babymatratze bei IKEA

Du suchst günstige Matratzen zu einer hohen Qualität? Bei IKEA gibt es verschiedene Babymatratzen zu unterschiedlichen Preisen. So auch beispielsweise die IKEA Skönast Kindermatratze, die im Online Shop von IKEA für rund 69,99€ erhältlich ist. Das beste an IKEA Kindermatratzen ist, dass sie von der Stiftung-Warentest meist getestet wurden. So auch die IKEA Skönkast, welche die Note "Gut" erzielen konnte. Laut Testern sind außerdem alle IKEA Matratzen sicher und gut für Kinder geeignet.

IKEA Logo

Fazit

So wichtig ist eine geeignete Babymatratze für Deinen Nachwuchs:

Babys haben ganz andere Ansprüche als Jugendliche oder Erwachsene, was eine Matratze anbetrifft. Aus diesem Grund ist es ratsam, immer auf eine geeignete Babymatratze zu setzen, wenn Dein Nachwuchs einzieht, denn nur so kannst Du sicherstellen, dass Dein kleiner Sohn oder Deine kleine Tochter wirklich sicher, komfortabel und hygienisch schlafen kann. Babymatratzen sind in verschiedenen Ausführungen, Größen und natürlich auch Preisklassen verfügbar. Für welche Du Dich entscheidest, hängt von unterschiedlichen Faktoren und nicht zuletzt auch von Deinem persönlichem Geschmack und Budget ab.

Vielleicht ziehst Du auch in Erwägung, ein gebrauchtes Modell zu erwerben, um die Kosten für die Anschaffung zu reduzieren. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, eine bereits verwendete Matratze einzusetzen, sofern sich diese in einem guten Zustand befindet. Verschmutzte oder mit starken Gebrauchsspuren versehene Modelle sind dagegen nicht geeignet, da sowohl die Hygiene als auch die Funktionalität der Matratze stark beeinträchtigt sein können. Möchtest Du mehr zum Thema Matratzen für Kinder und Erwachsene wissen? Dann sieh Dich auf dieser Seite um und erfahre wichtige Tipps und Tricks rund um den guten und gesunden Schlaf von Groß und Klein!

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