Bettdecken im Test - Testsieger der Stiftung Warentest 10/2019

Die besten Bettdecken im Überblick und wichtige Kauftipps

Eine hochwertige Bettdecke ist im Sommer wie im Winter nahezu unverzichtbar für erholsamen Schlaf. Sie dient nicht nur zum Wärmen und als Schutz vor Zugluft, sondern bietet außerdem mehr Stabilität in jeder Liegeposition. Welche Bettdecke in Dein Bett passt, hängt vor allem von Deinen nächtlichen Gewohnheiten ab. In unserem ausführlichen Ratgeber erfährst Du alles Wissenswerte über verschiedene Bettdecken-Typen und ihre Vorteile.

Aktuell: Im Heft 10/2019 hat die Stiftung Warentest im Bettdecken Test 14 Modelle untersucht. Wir haben die Testsieger zusammengefasst!

Bettdecken im Test
Foto: © AdobeStock / lunatictm

Checkliste: Darauf solltest Du beim Kauf einer Bettdecke achten

  • In erster Linie sollte die Decke Dich nachts warm halten. Allgemein wird zwischen Sommer- und Winterdecken unterschieden. Wenn Du sehr empfindlich bist und schnell ins Schwitzen kommst oder leicht anfängst zu frieren, wechsle Sommer- und Winterdecken in den Übergangsmonaten aus.
  • Decken aus synthetischen Textilien und mit dicht gewebtem Inlet (Hülle) sind für Allergiker besser geeignet als Tierhaar-Decken und Baumwoll-Inlets. Je feiner das Inlet, desto weniger Hausstaubmilben können in das Innere der Decke eindringen.
  • Beim Kauf einer neuen Bettdecke sollten Nachhaltigkeit und tierfreundliche Produktion entscheidende Faktoren sein. Insbesondere beim Kauf von Daunenprodukten solltest Du darauf achten, dass keine Daunen aus Lebendrupf-Betrieben genutzt werden.
  • Eine Bettdecke sollte trotz Wärmewirkung atmungsaktiv sein, damit Du unter dem Material nicht ins Schwitzen kommst.
  • Außerdem spielt die Größe eine wichtige Rolle. Welche Deckengröße Du brauchst, hängt von Deiner Körpergröße und Deinen sonstigen Schlafgewohnheiten ab.
  • Entstehende Feuchtigkeit sollte an die Raumluft abgegeben werden, außerdem sollte die Decke morgens schnell trocknen.

Welche Bettdecke ist die beste? Die Sieger der Stiftung Warentest im Vergleich

Eine hochwertige Bettdecke ist im Sommer wie im Winter nahezu unverzichtbar für erholsamen Schlaf. Sie dient nicht nur zum Wärmen und als Schutz vor Zugluft, sondern bietet außerdem mehr Stabilität in jeder Liegeposition. Welche Bettdecke in Dein Bett passt, hängt vor allem von Deinen nächtlichen Gewohnheiten ab. In unserem ausführlichen Ratgeber erfährst Du alles Wissenswerte über verschiedene Bettdecken-Typen und ihre Vorteile.

Aktuell: Im Heft 10/2019 hat die Stiftung Warentest im Bettdecken Test 14 Modelle untersucht. Wir haben die Testsieger zusammengefasst!

1. Billerbeck Kamelhaardecke Natur Classic 342 Brilliant Duo

  • Schlafeigenschaften – „gut“ (Gesamtbewertung 2,3).
  • Haltbarkeit – „gut“ (Gesamtbewertung 2,1).
  • Deklaration – „befriedigend“ (Gesamtbewertung 3,3).
  • Bezug: 100 % Baumwolle, Füllung: 100 % Kamelhaar.

Die Bettdecke für Schläfer mit Sinn für Komfort

Im Bereich Schlafeigenschaften punktet die hochwertige und mit einem Kaufpreis von 220 Euro nicht gerade günstige Naturhaardecke auf ganzer Linie und geht als Testsieger hervor.

Die Matratze schmiegt sich bequem an den Körper an und der Körper wird nachts optimal belüftet.

Dafür ist die Deklaration nicht sehr genau: Größe und Gewicht weichen teilweise von den Hersteller-Angaben ab. Wer nachts häufig verschwitzt aufwacht oder beim Einschlafen Probleme hat, eine bequeme Position zu finden, kann den Komfort im Bett mit der Billerbeck Kamelhaardecke merklich verbessern.

Billerbeck Duo Bettdecke
Der Testsieger. Foto © Billerbeck / Amazon

Vor- und Nachteile der Billerbeck Decke im Überblick

Geeignet für Weniger geeignet fürDaumen runter
  • Sehr anschmiegsam
  • Gute Temperaturregulierung
  • Nimmt viel Feuchtigkeit auf, ohne klamm zu wirken
  • Aus reinen Naturmaterialien, leicht recyclebar
  • Deklaration nicht immer stimmig (Größe und Gewicht)
  • Teuerste Bettdecke im Test (aber sehr hohe Qualität)
  • Hersteller empfiehlt nur oberflächliche Reinigung (Stiftung Warentest bewertet Reinigung aber mit GUT)

Wenn Du über Links, die mit „*” gekennzeichnet sind, kaufst, erhalten wir eine kleine Provision, die den Kaufpreis aber nicht erhöht.

2. Lidl Meradiso Duo-Steppbett Polygiene

  • Schlafeigenschaften – „befriedigend“ (Gesamtbewertung 2,7).
  • Haltbarkeit – „gut“ (Gesamtbewertung 2,0).
  • Deklaration – „gut“ (Gesamtbewertung 1,7).
  • 100 % Polyester (Inlet und Füllung).

Der Discounter unter den Testsiegern

Die Meradiso Steppdecke von Lidl überzeugt durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und den durchdachten Aufbau. Zwei aufeinandergesteppte Decken in Microfaser-Qualität bleiben durch moderne Polygiene-Technologie länger frisch. Besonders gut schnitt das Produkt im Bereich Deklaration ab – die Lidl-Matratze hält, was sie verspricht. Auch Waschgänge bei Temperaturen bis zu 60° können problemlos durchgeführt werden. Wenn Du nachts leicht friest und eine günstige Decke für den Winter suchst, ist die Lidl-Decke optimal geeignet.

Vor- und Nachteile der Lidl Bettdecke Überblick

Geeignet für Weniger geeignet fürDaumen runter
  • Günstiger Kaufpreis
  • Leichte Pflege
  • Verständlich und exakt deklariert
  • Auch geeignet für Tierhaarallergiker
  • Nicht sehr atmungsaktiv
  • Vergleichsweise schlechte Öko-Bilanz

3. Matratzen Concord Vitalis Soft Duo

  • Schlafeigenschaften – „befriedigend“ (Gesamtbewertung 2,6).
  • Haltbarkeit – „gut“ (Gesamtbewertung 2,3).
  • Deklaration – „sehr gut“ (Gesamtbewertung 1,3).
  • 100 % Polyester (Inlet und Füllung).

Das Auslaufmodell im Test

Die Vitalis Soft Duo Steppdecke von Matratzen Concord ist laut Stiftung Warentest sehr gut verarbeitet und hält genau das, was sie verspricht. Das Material ist waschmaschinenfest und trocknet schnell. Abstriche müssen Nutzer bei den Schlafeigenschaften machen: Die Belüftung der Bettdecke lässt bei Überhitzung und starker Schweißbildung zu wünschen übrig. Das schadet dem Gesamteindruck des Produkts aber keineswegs. Leider wird die Bettdecke in dieser Form nicht mehr hergestellt, bei vielen Fachhändlern und Online-Versandhäusern sind aber noch Restbestände erhältlich.

Vor- und Nachteile der Matratzen Concord Bettdecke im Überblick

Geeignet für Weniger geeignet fürDaumen runter
  • Sehr anschmiegsam
  • Gute Materialverarbeitung
  • Erschwinglicher Preis
  • Nicht besonders atmungsaktiv
  • Vergleichsweise schlechte Öko-Bilanz

Was muss eine gute Bettdecke leisten?

Ob Steppdecke, Kassettendecke oder Einziehdecke – eine hochwertige Bettdecke hält Deine Körpertemperatur im Idealfall bei 36 bis 37° Celsius, ohne für Wärmestau und Schweißausbrüche zu sorgen. Einlagige Decken reichen für das Sofa aus, bieten nachts aber nicht genügend Schutz vor eindringender Kälte. Eine Standard-Bettdecke ist deshalb mindestens zweilagig und meist mit isolierendem Material wie Daunen, Kunststoff-Fasern oder Tierhaaren befüllt, damit Du auch bei offenem Fenster bequem durchschlafen kannst.

  • Die Standardgröße von 135x200 cm ist für ruhige Single-Schläfer geeignet, die auch mal einen Teil der Bettdecke zwischen die Knie klemmen.
  • Für Paare sind breitere Bettdecken mit den Maßen 155x200 cm besser geeignet. Auch wenn ihr zwei Decken benutzt, könnt ihr so Übergänge zum Kuscheln schaffen und euch trotzdem bequem umdrehen, wenn es zu warm wird.
  • Bettdecken in Übergröße (155x220 cm) sind in jedem gut sortierten Fachhandel für Schlafprodukte erhältlich.
  • In der Schweiz mag man es komfortabel – dort sind Standard-Bettdecken 160x210 cm groß.

Diese Bettdecken-Typen sind im Handel erhältlich

1. Steppdecke (auch Karosteppdecke)

Steppdecken werden heutzutage am häufigsten genutzt und sind in verschiedenen Dicken erhältlich. Je mehr Füllmaterial sich in den Kammern befindet, desto besser wärmt die Decke. Eingenähte Textil-Stege im Karomuster verhindern, dass die Füllung verrutscht. So lässt sich die Steppdecke leicht aufschütteln und es entstehen keine Kältebrücken durch ausgedünnte Stellen.

2. Kassettendecke (auch Stegdecke)

Bei der Kassettendecke sind durchgehende Stege mit einer Breite zwischen 2 und 15 cm eingenäht. Die einzelnen Kammern sind so vollständig voneinander getrennt und die Füllung verteilt sich überall gleichmäßig. Es gibt sogenannte H-Kammern, die gerade eingenäht werden. Noch etwas hochwertiger sind Bettdecken mit V-Kammern, bei denen das Füllmaterial innerhalb der Kammer nicht verrutscht.

3. Einziehdecke

Die Inlets sind bei einer Einziehdecke direkt miteinander vernäht und es gibt keine Textilstege im Inneren. Entlang der Nähte ist die Füllung deshalb dünner als in den Kammern. Einziehdecken eignen sich deshalb nur für milde Temperaturen und gut geheizte Räume.

4. Duo-Einziehdecke oder Duo-Steppdecke

Duo-Einziehdecken bieten eine deutlich bessere Wärmeleistung als einfache Decken mit der gleichen Menge an Füllmaterial. Das liegt daran, dass zwischen zwei vernähten Decken eine zusätzliche Kammer entsteht, die isolierend wirkt und warme Luft speichert. Wenn Du wirklich schnell frierst, zum Schlafen aber auch eine kühle Umgebung brauchst, kannst Du auch auf Dreifach- oder Vierfach-Einziehdecken zurückgreifen.

5. Vierjahreszeitendecke

Wenn Du im Laufe des Jahres zwischen verschiedenen Dicken wechseln willst, kannst Du eine praktische Vierjahreszeitendecke kaufen. Dazu wird eine dickere Decke mit einer dünneren Decke zur Duo-Decke kombiniert. Die Ränder sind allerdings nicht vernäht, sondern mit Druckknöpfen oder Schlaufen miteinander verbunden. So kannst Du die Decken in den wärmeren Monaten einzeln nutzen und beim ersten Frost zur Duo-Winterdecke kombinieren.

6. Ballonbett (auch Oberbett genannt)

Beim Ballonbett ist die Daunen- oder Wollfüllung ähnlich wie bei einem klassischen Kopfkissen lose im Inlet verteilt. Die Decken müssen deshalb regelmäßig aufgeschüttelt werden, damit die Füllung nicht verklumpt und sich gleichmäßig verteilen kann. Weil das im Vergleich zum Kammersystem sehr unpraktisch ist, werden Ballonbettdecken heute kaum noch genutzt.

Aus welchen Materialien besteht eine Bettdecke?

  • Daunen und Federn: Entendaunen und -federn, Gänsedaunen und -federn, Eiderdaunen.
  • Tierhaar: Kamelhaar, Kaschmir, Schafswolle etc.
  • Naturfasern: Baumwolle, Seide, Leinen.
  • Synthetische Fasern: Microfaser, Flanell.

Allergiker-Bettdecken: Welche Materialien sind für Allergiker geeignet?

Nur wenige Menschen sind tatsächlich allergisch gegen bestimmte Naturstoffe. Viel häufiger kommen allergische Reaktionen auf Hausstaubmilben vor. Die winzigen Parasiten ernähren sich von Hautschüppchen und verstecken sich – mehr oder weniger – in jedem Bett. Decken mit Microfaser-Inlet und Füllung aus synthetischen Fasern können für Milben genauso attraktiv sein wie Tierhaare oder Daunen. Wichtig ist, dass die Textilien so engmaschig wie möglich sind, damit sich keine Hautschuppen verfangen und Hausstaubmilben nicht ins Gewebe eindringen können. Eine hochwertige Decke aus Kamelhaar oder mit Daunenfüllung kann bei einer Hausstaubmilbenallergie also besser sein als eine Microfaser-Bettdecke – auf die Verarbeitung kommt es an!

Wichtig für Allergiker

  • Das NOMITE-Zeichen der European Down & Feather Association (EDFA) wird von den meisten europäischen Herstellern genutzt, um allergikerfreundliche Bettwaren zu kennzeichnen.

Vor- und Nachteile verschiedener Materialien im Überblick

Kaschmirwolle

- Kaschmirziegen leben in sehr kalten Umgebungen und produzieren deshalb besonders feine Unterwolle.
- Pro Tier kann jährlich nur etwa 150 bis 200 g Wolle gewonnen werden. Eine Kaschmir-Decke ist daher nicht gerade günstig, dafür hält das Material aber ausgesprochen warm.
- Auf Käufe von Kaschmirprodukten aus China oder der Mongolei solltest Du aus Tierschutzgründen verzichten.
- Das empfindliche Material sollte nur mit feinem Wollwaschmittel und von Hand gereinigt werden.

Kamelhaar

  • Kamele müssen Temperaturschwankungen von mehr als 30° Celsius standhalten. Ihr Fell isoliert deshalb sehr gut und hält im Winter warm und im Sommer kühl.
  • Für Bettdecken wird nur der kräuselige Flaum genutzt, der vom harschen Deckhaar getrennt wird. Dazu ist kein Scheren notwendig, da die Tiere zweimal jährlich natürliche Fellwechsel vollziehen.
  • Kamelhaar ist leicht waschbar und trocknet schnell.
  • Weil Kamelflaum recht teuer ist, wird das Material häufig mit günstiger Schafschurwolle vermischt.

Baumwolle

  • Das Material ist leicht und liegt angenehm auf der Haut.
  • Feuchtigkeit wird an die Raumluft abgegeben. Baumwolle kann viel Feuchtigkeit speichern, ohne sich klamm anzufühlen.
  • Achte beim Kauf einer Baumwoll-Decke auf ein gültiges kbA-Siegel (kontrollierter biologischer Anbau).

Leinen

  • Leinendecken können Feuchtigkeit gut aufnehmen.
  • Das Material ist auch bei hohen Temperaturen waschbar. Außerdem sind die meisten Leinenprodukte trocknerfest.
  • Wenn Du gern unter einem kühlen Laken schläfst und leicht schwitzt, sind Leinendecken optimal geeignet.
  • Auch für Leinendecken wird ein kbA-Siegel vergeben.

Microfaser

  • Besteht aus Polyester-Fasern: Veganes Produkt, jedoch schwer reyclebar.
  • Das Material nimmt kaum Feuchtigkeit auf – so trocknet die Decke schnell, allerdings wird nächtliches Schwitzen verstärkt.
  • Beim Kauf von Microfaser-Decken solltest Du besonders auf die Qualität achten.

Seide

  • Naturseide wird aus den Kokons von Raupen gewonnen, die nach der Metamorphose zum Schmetterling eingesammelt werden.
  • Das Material ist geschmeidig und liegt sehr angenehm auf der Haut. Für Allergiker sind Seidendecken deshalb besonders gut geeignet.
  • Seidenprodukte sind relativ teuer und in Europa gibt es keine gültigen Qualitätssiegel. Ob das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, lässt sich am besten an der verwendeten Seidenart ablesen:

Hochwertige Seidenarten: Haspelseide, Tussahseide, gewaschene Seide.
Günstigere Seidenarten: Wildseide, Doupionseide, Florettseide, Schappeseide, Bouretteseide, Seidenshoddy.

Daune ist nicht gleich Daune: Darauf kommt es beim Kauf von Daunendecken an

  • Gänsedaunen isolieren in der Regel etwas besser als Entendaunen und sind somit hochwertiger.
  • Wird vom Hersteller nicht explizit etwas anderes angegeben, stammen die meisten Daunen aus sogenannten Lebendrupf-Betrieben. Wie der Name schon sagt, werden Daunengänse dabei tierquälerisch gerupft. Deutlich tierfreundlicher sind Daunen aus Lege- und Schlachtbetrieben.
  • Die hochwertigsten Daunen stammen von Eiderenten und werden von Hand aus den verlassenen Nestern gesammelt.
  • Als Daunendecke darf jedes Produkt geführt werden, das mindestens 60 Prozent Daunen und 40 Prozent Federchen als Füllung enthält.
  • Die Bauschfähigkeit der einzelnen Daunen wird in cuin Werte über 600 cuin weisen auf eine sehr flauschige und wärmende Winterdecke hin, Sommerdecken mit Daunenfüllung erreichen einen cuin-Wert um die 300.

Der richtige Bezug für Deine Bettdecke

Bettwäsche ist ein Muss, ob für Gästebetten oder für das eigene Schlafzimmer. Mit einem hochwertigen Bettbezug schützt Du Deine Bettdecke vor Verschmutzungen und Bakterien. Wie oft so ein Bett neu bezogen werden muss, hängt von Deinen Schlafgewohnheiten ab – wenn Du häufig schwitzt oder Haustiere mit im Bett schlafen, sollte die Bettwäsche in Intervallen von zwei bis drei Wochen gewechselt werden.

Verschiedene Bettdecken-Bezüge im Vergleich

  • Biber-Bettwäsche besteht aus angerautem Baumwoll-Gewebe und wärmt sich schnell auf. Die Bettwäsche ist für kalte Winternächte sehr gut geeignet.
  • Flanell-Stoffe sind etwas feiner als Biber-Bettwäsche, dafür nehmen sie weniger Feuchtigkeit auf. Für kühle Schlafzimmer sind die Bezüge genau richtig.
  • Seersucker-Bettwäsche besteht aus Krepp-Baumwolle. Rauhe und glatte Oberflächen wechseln sich ab, sodass der Stoff angenehm kühl auf der Haut liegt und der Körper gut belüftet wird.
  • Renforcé-Bettwäsche besteht aus glatter, fein gewebter Baumwolle. So staut sich keine Wärme unter der Decke. Für heiße Sommernächte ist der Stoff deshalb am besten geeignet.
  • Frottee-Bettwäsche ist besonders saugfähig und atmungsaktiv, sollte aber häufiger gewaschen werden als glattere Textilien.
  • Leinen-Bettwäsche ist sehr formstark, was viele Schläfer als komfortabel und angenehm empfinden. Textilien aus Leinen können sich eher rau anfühlen oder sehr fein gefertigt werden (Batist-Wäsche).
  • Satin aus Seide, Viskose oder Polyester überzeugt durch seine feine und glänzende Optik. Die Oberfläche ist sehr glatt und geschmeidig, nimmt aber kaum Feuchtigkeit auf.
  • Jersey-Bettwäsche besteht aus Viskose, Schafswolle oder Baumwolle und funktioniert wie ein feiner Ripp-Stoff. Das Material ist atmungsaktiv, weich und leicht waschbar.

Bettdecken für Babys – sind Baby-Bettdecken wirklich gefährlich?

Die moderne Pädiatrie lehrt, dass möglichst wenige Stofftiere, Kissen und Decken in Kinderbettchen liegen sollten. Vor allem in den ersten Lebensmonaten sind Säuglinge noch sehr empfindlich und ein Risiko für den sogenannten plötzlichen Kindstod besteht. Eine Vermutung ist, dass schlecht belüftete Schlafplätze das Risiko erhöhen könnten. Wähle deshalb eine eher dünne Babydecke in passender Größe, damit auch in unruhigen Nächten nichts verrutscht und Dein Baby frei atmen kann.

Die Alternative zur Babydecke: Der Babyschlafsack

Babyschlafsäcke werden von Hebammen, Erziehern und erfahrenen Eltern empfohlen. Sie halten Säuglinge und Kleinkinder nachts zuverlässig warm, ohne dass ein Erstickungsrisiko besteht. Auch bei heftigem Strampeln kann ein Babyschlafsack nicht über den Kopf rutschen und das Gesicht verdecken. Wird es im Schlafsack zu kalt oder ist das Kind krank, nutze keine zusätzliche Bettdecke, sondern ziehe lieber einen Strampler unter den Schlafsack. Mit Decke und Schlafsack könnte Dein Baby nachts leicht überhitzen.

Pflegetipps für hygienisch saubere Bettdecken

  1. Wenn Du morgens häufig mit Kopfschmerzen, geschwollenen Augen oder verstopfter Nase aufwachst, reagierst Du wahrscheinlich allergisch auf Hausmilben und ihre Rückstände in Deiner Bettwäsche.
  2. Experten empfehlen, Bettdecken mindestens einmal jährlich zu waschen. Eine gewöhnliche Hauswaschmaschine ist eher ungeeignet für die voluminösen Wäschestücke. In einer professionellen Reinigung kann Dein Bettzeug in großen Trommeln gewaschen und aufgeschüttelt werden.
  3. Ist keine Maschinenwäsche möglich, nutze Deine Badewanne für die Handwäsche und weiche die Bettdecke zunächst in lauwarmem Wasser mit etwas Waschmittel ein – bei Daunen und anderen Naturprodukten solltest Du auf keinen Fall Weichspüler benutzen. Besser geeignet ist rückfettendes Daunenwaschmittel oder Wollwaschmittel.
  4. Wenn Du stark auf Hausstaubmilben reagierst oder im Haus kürzlich Läuse, Flöhe oder andere Parasiten bekämpft wurden, solltest Du Deine Bettdecke vor dem Waschen für mehrere Tage in einer Gefriertruhe

FAQ – Häufig gestellte Fragen rund um Bettdecken

Single-Bettdecken sollten mindestens 135 cm breit sein, Bettdecken für Paare gibt es ab 155 cm. Die Standard-Länge beträgt 200 cm. Viele Menschen rollen sich nachts gern in ihre Decke ein oder klemmen ein Ende zwischen die Knie – bei Übergroßen ab 155 x 220 cm ist jede Schlafposition möglich, ohne dass kalte Lücken entstehen.

Wenn Du Deine Bezüge regelmäßig wechselst und keine übermäßigen Verschmutzungen das Material belasten (Getränke, starke Schweißausbrüche, Inkontinenz etc.), muss das Bettzeug nur einmal jährlich gewaschen werden.

Wenn Du nachts häufig stark frierst, wähle eine Decke mit hochwertiger Daunen- oder Kaschmir-Füllung. Dazu passt wärmende Biber-Bettwäsche.

Eine Baby-Bettdecke gehört natürlich in jedes gut ausgestattete Kinderzimmer. Für die Nachtruhe empfehlen Experten Babyschlafsäcke, die nicht über den Kopf rutschen können.

In heißen Nächten fühlen sich natürliche Materialien wie Kamelhaar, Seide, Leinen oder Baumwolle sehr angenehm auf der Haut an. Die Textilien können viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich klamm anzufühlen.

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