Federkernmatratze Matratze im Test

Robust, preisgünstig und langlebig

Bei unseren Erfahrungsberichten handelt sich um subjektive Erfahrungen unserer Testpersonen, die Bewertungen stammen nicht von öffentlichen Institutionen. Wir sind Mitglied im Partnerprogramm von Amazon und verschiedenen Matratzenherstellern. Wenn Du über unsere Affiliate Links, die mit „*” gekennzeichnet sind, kaufst, erhalten wir eine kleine Provision, die den Kaufpreis nicht erhöht.

Was ist eine Federkernmatratze?

Der Klassiker in deutschen Schlafzimmern: Die Federkernmatratze. In unserem Federkernmatratzen Test beschreiben unsere Tester das Liegegefühl meist als etwas fester, stabil und robust. Aber auch leicht federnd eben. Die Federkernmatratze hat somit ein komplett anderes Liegegefühl als eine Schaummatratze, die sich an den Körper „anschmiegt".

Bevor wir zu den Vor- und Nachteilen kommen. Es gibt drei Arten von Federkernmatratze: Die Bonnell-Taschen- und Tonnentaschen-Federkernmatratze. Diese haben auch leicht unterschiedliche Eigenschaften.

1. Bonell-Federkernmatratze

Eine Bonnellfederkernmatratze hat einen stabilen Kern aus hunderten einzelnen miteinander verbundenen Stahlfedern. Auf dem Federkern liegt meist eine Schaumstoffschicht, so dass Du nicht direkt die Federn spürst.

Die Bonnell-Federkernmatratze ist meist die günstigste Variante. Du liegst auf ihr typisch federnd, aber. Die Bonnell-Federkernmatratze hat aber keine hohe Punktelastizität.

Federkern Matratze

2. Taschenfederkernmatratze

Daher werden bei einer Taschenfederkernmatratze hunderte Federn einzeln in Taschen vernäht. Im Gegensatz zur Bonell-Federkernmatratze sind die einzelnen Federn nicht miteinander verbunden, wodurch sie deutlich punktelastischer ist. 

Wenn Du auf ihr liegst, geben also nur die Federn nach, die auch belastet werden. So können Schulter und Becken tiefer einsinken und die Wirbelsäule wird gestützt. Das ist vorallem für Seitenschläfer wichtig, die mehr Einsinktiefe brauchen.

Federkernmatratze Test

3. Tonnentaschenfederkern-Matratze

Die Tonnentaschenfederkern Matratze ist ähnlich zur Taschenfederkernmatratze. Auch hier sind die Federn in Taschen vernäht. Der Unterschied ist die Form der Federn, die von der Form an Tonnen erinnern. 

So wird die TFK-Matratze noch punktelastischer. Durch diese Form hat die TFK-Matratze auch ein etwas weicheres Liegegefühl als die Taschenfederkern- oder die Bonell-Federkernmatratze.

Federkernmatratze Test

Video: Was ist eine Federkernmatratze?

Was ist das besondere an einer Federkernmatratze und für wen ist sie geeignet?

In diesem Video ist gut zu sehen, wie die verschiedenen Federkernmatratzen aufgebaut sind. Die Dame erklärt außerdem, auf was beim Kauf zu achten ist.

Passt eine Federkernmatratze auch zu Dir?

Geeignet für Weniger geeignet für
  • Personen, die gerne fester liegen
  • Auch für schwere Personen gut geeignet
  • Bauch- und Rückenschläfer
  • Personen, die lieber etwas kühler schlafen
  • Unruhige Schläfer
  • Personen, die nachts öfter schwitzen
  • Sparfüchse
  • Fröstler
  • Personen, die lieber weicher schlafen
  • Reine Seitenschläfer (insbesondere Bonnell)
  • Personen, die das Nachschwingen der Federn stört
  • Verstellbare Lattenroste
  • Achtung: Ältere und minderwertige Modelle neigen zur Kuhlenbildung

Vor- und Nachteile einer Federkernmatratze

In unserem Matratzen Test haben wir schon verschiedene Federkernmatratzen getestet. Wobei man zwischen den einzelnen Typen von Federkernmatratzen unterscheiden muss. Insgesamt zählt die Tonnentaschenfederkernmatratze (TFK-Matratze) unserer Erfahrung nach zu den hochwertigsten Federkernmatratzen. 

Die Vor- und Nachteile der Federkernmatratze zusammen gefasst:

Die Vorteile

  • Sehr gutes Schlafklima 
    Die Federkernmatratze hat ein ausgezeichnetes Schlafklima. Denn die Luft kann in den Federn besser zirkulieren als bei einer Schaummatratze. So schläfst Du im Vergleich mit anderen Matratzenarten kühler.
  • Hervorragender Feuchtigkeitstransport
    Wenn Du oder Dein Partner öfter mal schwitzen, ist die Federkernmatratze eine gute Wahl.
  • Tonnentaschenfederkern-Matratze ist punktelastisch
    Die TFK-Matratze ist aufgrund der in Taschen vernähten, bauchigen Federn punktelastisch. Wenn Du Rücken- oder Nackenprobleme hast und eine Federkernmatratze suchst, dann solltest Du zur TFK-Matratze greifen. Eine Bonnell-Federkernmatratze ist dagegen nur oberflächenelastisch, denn die Federn sind miteinander verbunden. 
  • Stabile Unterlage
    Die Federkernmatratze ist eine robuste Unterlage und so vorallem für Rücken- und Bauchschläfer geeignet. Denn diese brauchen etwas mehr Unterstützung, um nicht durchzuhängen. Insbesondere eine TFK-Matratze mit 7-Liegezonen, wie die Badenia irisette Lotus TFK, ist unserer Erfahrung nach eine gute Wahl für schwere Personen.
  • Für Allergiker unbedenklich
    Durch die gute Luftzirkulation werden Stockflecken- und Schimmelbildung vorbeugt und auch Hausstaubmilben fühlen sich nicht besonders wohl.

Die Nachteile

  • Insgesamt festeres Liegegefühl
    Auf einer Federkernmatratze liegst Du tendenziell etwas fester. Viele Leute mögen das, andere nicht. Das ist natürlich ein Stück weit Geschmackssache. Wenn Du etwas schwerer bist, raten wir zu einer festeren Matratzen.
  • Neigt zur Kuhlenbildung
    Gerade ältere und minderwertigere Federkernmatratze bekommen öfter Kuhlen. Das ist nicht nur unkomfortabel, sondern auch schlecht für die Wirbelsäule. Daher raten wir dazu, beim Kauf einer Federkernmatratze nicht allzu sehr zu sparen! Sonst musst Du bald wieder eine neue Matratze kaufen und zahlst doppelt.
  • Man schläft etwas kühler
    Für die meisten Personen kein Problem, für Frostbeulen dagegen schon. Das Schlafklima auf der Federkernmatratze ist kühler. Auch Personen, die öfter nachts schwitzen, kommen daher mit einer Federkernmatratze gut zurecht. 
  • Auch für schwere Rücken- und Bauchschläfer geeignet
    Solltest Du über 100 kg wiegen und gerne auf dem Rücken oder Bauch liegen, ist eine Federkernmatratze, wie die Badenia irisette Lotus TFK, gut geeignet. 
  • Nicht für verstellbare/elektrische Lattenroste geeignet
    Wir haben in unserem Matratzen Test keine gute Erfahrungen gemacht, Federkernmatratzen auf einem verstellbaren Lattenrost zu verwenden. Die Federkernmatratze ist nicht so flexibel wie eine Schaummatratze. Wir empfehlen hier einen starren Lattenrost. Achtung: Die Federkernmatratzen sind relativ schwer und nur unter Mühe bewegbar.

Unser Favorit im Federkernmatratzen Test: Badenia irisette Lotus TFK

Badenia irisette Lotus TFK - Der Klassiker
Die Badenia irisette Lotus ist eine Tonnentaschenfederkern-Matratze mit 500 Federn und 7-Liegezonen. Sie ist eine der meistverkauftesten Federkernmatratzen bei Amazon. Das hat seinen Grund. Denn auch wir fanden die irisette Lotus in Sachen Preis-Leistung und Atmungsaktivität sehr gut. Die Stiftung Warentest bewertete die irisette mit GUT (2,4). Die Badenia Matratze ist schon ab 148,79 € erhältlich.

Badenia irisette Lotus TFK Matratze

Interessante Alternative: Schlaraffia Viva Plus Aqua

Schlaraffia Viva Plus Aqua Matratze
Die Schlaraffia Viva Plus Aqua ist eine Taschenfederkernmatratze mit 350 Federn und 7-Liegezonen. Die Viva Plus Aqua wurde von der Stiftung Warentest mit GUT (2,3) bewertet. Insbesondere die guten Liegeeigenschaften und hohe Atmungsaktivität werden von Kunden hervorgehoben. Die Schlaraffia Matratze ist ab 289.89 € bei Amazon erhältlich.

Viva Plus Aqua

Auf was solltest Du beim Kauf einer Federkernmatratze achten?

1. Ganz viele Federn - am besten mindestens 350

Bei der Federkernmatratze gilt: Je mehr Stahlfedern, desto hochwertiger. Wir empfehlen nach einer Federkernmatratze Ausschau zu halten, die mindestens 350 Federn hat (also für die kleinste Größe 90 x 200 cm). So ist die Matratze nicht nur punktelastischer, sie hält auch länger, da sich weniger Kuhlen bilden. 

2. Am besten Taschenfederkern- oder Tonnentaschenfederkernmatratze

Wir sind absolut keine Fans von Bonnell-Federkernmatratzen. Wir finden sie nicht nur unkomfortabel, sondern sie hat auch keine gute Punktelastizität. Für Seitenschläfer ist sie daher nicht gut geeignet. Wir raten daher dringend zu einer Taschenfederkern- oder einer Tonnentaschenfederkern-Matratze. 

3. Federkernmatratze mit Liegezonen

Wenn Du speziell auf orthopädische Wirkungen Wert legst, solltest Du an eine Federkernmatratze mit 5 oder 7-Liegezonen denken. Dies gilt speziell für Seitenschläfer, da in der Seitenlage die Wirbelsäule in einer geraden Ausrichtung verbleiben sollte.

Welchen Lattenrost für die Federkernmatratze?

1. Zonierung beachten

Um die Einteilung der Liegezonen einer Federkernmatratze zu unterstützen, solltest Du einen Lattenrost wählen, der die gleiche Einteilung aufweist. Zu einer 7- Zonen Federkernmatratze raten wir daher auch, einen 7- Zonen Lattenrost zu verwenden. Ein 7- Zonen-Lattenrost lässt den Beckenbereich und Schultern etwas tiefer einsinken und stabilisiert den Rest des Körpers.

2. Starrer Lattenrost

Kleiner Nachteil einer Federkernmatratze: Sie ist für verstellbare / elektrische Lattenroste nicht gut geeignet. Du solltest Deine Federkernmatratze auf einem guten starren Lattenrost verwenden.

3. Geringer Leistenabstand

Die Stiftung Warentest empfiehlt einen Leistenabstand von höchstens 5 cm. So kommen die Eigenschaften einer hochwertigen, zonierten Matratze besser zur Geltung. Der Ravensberger MediMed starre Lattenrost erhält bei Amazon hervorragende Bewertungen und wird uns von unseren Lesern immer wieder empfohlen.

In welcher Größe sind Federkernmatratzen erhältlich?

FAQ: Welche Matratzengröße ist die richtige? In unserem Ratgeber-Beitrag findest Du weitere Infos.

Alternativen zur Federkernmatratze

Die Memoryschaummatratze (oder Visco-Matratze)

Visco-Matratzen haben ähnliche Eigenschaften wie Kaltschaum- und Gelschaummatratzen. Die Federkernmatratze hat ein komplett anderes Liegegefühl, es ist federnd und nicht so sehr anpassungsfähig. Visco-Matratzen zeichnen sich durch den sog. Memoryabdruck aus: Bei Druckeinwirkung wird der Schaum weicher und zeichnet den Körper ab. Aufgrund seiner extrem hohen Anpassungsfähigkeit wird Visco-Schaum für orthopädische Zwecke verwendet. Sehr gute Visco-Schaum-Modelle sind z.B. Leesa oder eve.

Ein weiterer Unterschied zu Federkern ist das Schlafklima. Visco-Matratzen sind temperatursensibel und Du schläfst etwas wärmer.  Federkernmatratzen sind dagegen komplett temperaturneutral und insgesamt atmungsaktiver. Du schläfst auf einer Viscomatratze somit wärmer. Für Fröstler definitiv ein Plus.

Die Kaltschaummatratze

Das Liegegefühl auf einer guten Kaltschaummatratze ist anpassungsfähiger als auf einer Federkernmatratze. Kaltschaummatratzen haben eine gute Punktelastizität - ähnlich wie eine gute TFK-Matratze - und hohe Anpassungsfähigkeit. Daher werden sie auch bei orthopädischen Problemen empfohlen.

Der größte Unterschied liegt auch hier im Schlafklima. Die Federkernmatratze hat ein kühleres Schlafklima als die Kaltschaummatratze. Wenn Du lieber etwas wärmer schläfst, ist eine gute Kaltschaummatratze eine bessere Wahl. Sehr gute Modelle sind die Bett1 Bodyguard Matratze (ab 199 €) und die Emma Matratze.

Die Latexmatratze

Latexmatratzen haben ebenfalls eine hohe Punktelastizität und bieten hohen Komfort. Latexmatratzen aus hochwertigem Naturlatex haben eine sehr gute Belüftung. So ist das Schlafklima auf einer Latexmatratze ebenfalls kühler - ähnlich wie auf einer Federkernmatratze.

Auch das Liegegefühl auf einer Latexmatratze ist etwas anders. Die Latexmatratze fällt tendenziell etwas weicher aus als eine Federkernmatratze. Eine sehr gute Latexmatratze (genauer gesagt ein Hybridmodell) ist die Casper Matratze. Die IKEA Morgedal ist eine preisgünstigere Alternative.

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