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Matratzen Härtegrad

Welcher Matratzen Härtegrad ist der richtige?

Letztes Update am: 12.10.2020 Kathrin 12 min.

In unseren Erfahrungsberichten ist immer wieder die Rede von dem Matratzen Härtegrad. Hersteller verwenden für den Härtegrad unterschiedliche Bezeichnungen. Wählt man den falschen Härtegrad, leidet darunter auch sehr oft die Schlafqualität.

Matratzen Härtegrad H2, H3, H4 oder „weicher" / „fester” - was bedeutet das alles überhaupt? Die ganzen Begriffe sorgen regelmäßig für Verwirrung beim Kunden.

Wir erklären, welches Maß der Matratzen Härtegrad bezeichnet. Du erfährst warum er wichtig ist und welchem Härtegrad Du für welches Gewicht und welche Schlafposition wählen solltest.

Matratzen Härtegrad
  • Überblick
  • Härtegrad erklärt
  • Warum ist er so wichtig?
  • Welcher passt zu mir?
  • Große Verwirrung
  • Härtegrad nach Gewicht
  • Härtegrad nach Schlafposition
  • Einzelne Härtegrade
  • Die 24-Härtegradskala
  • Schlafposition auf der 24-Härtegradskala
  • Unsere Erfahrungen
  • Härtegrad für Paare
  • Matratze zu hart
  • Häufige Fragen

Alles auf einen Blick

  • Der Härtegrad ist für Dich dann Richtig, wenn die Wirbelsäule in der jeweiligen Schlafposition in einer horizontalen Position ist
  • Härtegrade sind von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich
  • Neben dem Härtegrad ist auch das Raumgewicht ein wichtiger Indikator
  • Eine falsche Wahl des Härtegrades mindert den Schlafkomfort und kann sogar zu gesundheitlichen Beschweren führen

Was ist der Matratzen-Härtegrad?

Der Härtegrad einer Matratze beschreibt - wie der Name schon vermuten lässt - wie weich oder hart sich eine Matratze anfühlen soll. Unterschiede im Matratzen Härtegrad entstehen durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien sowie durch Variation des Raumgewichts (Dichte).

Aber ein Blick auf das breite Matratzen Sortiment zeigt: Es gibt es keinen einheitlichen Industriestandard für die Benennung des Matratzen Härtegrads. Die Bezeichnungen dienen also nur der Orientierungshilfe.

Weit verbreitet ist der Matratzen Härtegrad H3, oder auch H2 und H4. Seltener finden sich auch Matratzen mit dem Härtegrad H1 und H5.

Manche Hersteller bezeichnen Matratzen auch als „weicher“ oder „fester“. Wiederum andere Hersteller verzichten ganz auf die Ausweisung eines spezifischen Härtegrads und lassen ihre Matratze einfach Matratze sein.

Es gibt aber keine Rechnung oder Norm, wie ein Härtegrad 2 oder 3 zustande kommt. Es gibt vereinzelt lediglich Härtegrad Rechner, die unter Berücksichtigung des Körpergewichts und Körpergröße den passenden Matratzen Härtegrad ermitteln sollen.

Zusätzlich haben viele Matratzen Liegezonen. Bei zonierten Matratzen besteht kein einheitlicher Härtegrad. Vielmehr ist die Matratze an bestimmten Stellen gezielt weicher und an anderen fester. Das wirkt sich natürlich auch auf den Liegekomfort.

Warum ist der richtige Matratzen Härtegrad wichtig?

Die Auswahl des passenden Matratzen Härtegrads ist für die Ausrichtung des Wirbelsäule wichtig. Wird der Matratze Härtegrad zu hart gewählt, erlaubt die Matratze kein schonendes Einsinken. Die Wirbelsäule knickt ein.

Ist die Matratze dagegen zu weich, drückt das Körpergewicht zu stark durch. Es entsteht ein Hohlkreuz. In beiden Fällen kann das zu Verspannungen, Rückenschmerzen und unangenehmen Druckstellen führen. Auch der Schlafkomfort wird sehr stark beeinträchtigt.

Ganz anders dagegen bei einer Matratze mit dem passenden Härtegrad. Hier erlaubt die Matratze ein schonendes Einsinken an Körperschwerpunkten, wie Becken und Schultern. Das wirkt sich wesentlich besser auf ein angenehmes Liegeempfinden aus.

Matratzen Härtegrad und Wirbelsäule
An leichteren Körperpartien dagegen wirkt die Matratze unterstützend. So verbleibt die Wirbelsäule in einer gesunden geraden Linie. / Foto: © Matratzencheck24

Wie man hieraus schließen kann, ist es sehr wichtig, dass man beim Matratzenkauf auch auf den Härtegrad achten. Denn wählt man den falschen Härtegrad, so kann nicht nur der Liegekomfort auf der Matratze darunter leiden, sondern auch Deine Gesundheit.

Wenn Du sowieso schon unter starken Rücken-, Gelenk- oder Nackenschmerzen leidest, solltest Du beim Härtegrad noch sensibler sein.

In diesem Fall empfehlen wir, ganz speziell darauf zu achten, dass Du eine Matratze wählst, die auch orthopädischen Ansprüchen gerecht wird.

Welcher Matratzen Härtegrad passt zu mir?

Welcher Matratzen Härtegrad ist der richtige für Dich? Das hängt ganz speziell von Deinem Körperbau ab. Entscheidend ist Dein Gewicht, Deine Schlafposition und generelle Statur. Aber auch Liegepräferenzen spielen hier eine Rolle. Denn manche Personen schlafen etwas besser auf härteren oder weichere Matratzen als andere.

Matratzen Härtegrad Tabelle

Folgende Anhaltspunkte solltest Du bei der Auswahl des passenden Matratzen-Härtegrads bedenken:

  • Je schwerer Du bist, desto höher sollte der Matratzen Härtegrad gewählt werden (siehe Tabelle).

  • Seitenschläfer und leichte Personen benötigen tendenziell weichere Matratzen als Rücken- und Bauchschläfer.

  • Umgekehrt benötigen demnach Rücken- und Bauchschläfer sowie schwere Personen einen höheren Matratzen Härtegrad.

Die nebenstehende Matratzen-Härtegradtabelle gibt Dir einen Anhaltspunkt, bei welchem Gewicht welcher Härtegrad H2 - H4 zu Dir passen könnte.

Der richtige Matratzen Härtegrad für Kinder

Der Härtegrad spielt natürlich auch beim Kauf einer Kindermatratze eine wichtige Rolle. Schließlich soll sich Dein Kind auf der Matratze auch wirklich wohl fühlen und gerade im jungen Alter ist eine hohe Schlafqualität von besonderer Bedeutung.

Ist die Kindermatratze zu hart oder zu weich, drohen schon im jungen Alter Fehlausprägungen der Wirbelsäule. Dies gilt es zu vermeiden.

Grundsätzlich sollte eine Matratze für Kinder weder zu hart noch zu weich sein. Vielmehr sollte man einen goldenen Mittelweg wählen und seinem Kind eine mittelfeste Matratze kaufen.

Einen Härtegrad, der für alle Kinder gilt, kann man nicht nennen. Dafür kommt es auch hier auf zu viele verschiedene Faktoren an: Alter, Körpergröße sowie -statur, Körpergewicht und persönliche Vorlieben. Man sollte also darauf achten, dass das Kind nicht in der Matratze versinkt, aber auch nicht auf einem Brett liegt.

Jugendliche und Heranwachsende können auch schon auf Matratzen für Erwachsene zurückgreifen und sich an dem dort Gesagten orientieren. So könnte auch eine Matratze mit einem Härtegrad 2 für einen Jugendlichen gut geeignet sein.

Warum ist die Suche nach dem passenden Härtegrad so schwer?

Das Problem bei der Findung des passenden Härtegrades ist beim Hersteller begründet. Da die Härtegrade nicht genormt sind, fällt es dem Endkunden schwer, den passenden Härtegrad zu finden. Lediglich die Bedeutung des Härtegrades ist bei den meisten Matratzenherstellern gleich.

Beispielsweise bedeutet H1 bei den meisten Herstellern "sehr weich". Wir empfehlen die jeweilige Gewichtsklasse zu beachten. Meist ist die Gewichtsklasse mit den Härtegraden angegeben und kann so einfach auf Dich übertragen werden.

Oftmals geben die Hersteller auch noch selbst an, bis zu welchem Gewicht die Matratzen belastet werden sollte. Auch diese gilt es zu beachten.

Schwer ist die Suche nach einem Härtegrad bei Matratzen aber auch deswegen, weil die meisten Kunden gar nicht genau wissen, was sie damit anfangen sollen.

Viele Personen haben nur die Vorstellung, dass sie gerne auf einer festen Matratze liegen, obgleich eine niedrigerer Härtegrad für sie besser geeignet wäre.

Härtegrad Tabellen geben den Abkürzungen wie H1, H2, H3, H4 und H5 endlich ein Gesicht. Denn hier kann man ganz übersichtlich nachprüfen, welcher Härtegrad für welches Gewicht gedacht ist.

Das Material - eine nicht unwichtige Komponente

Das entsprechende Material wird bei der Suche nach der passenden Matratze oftmals vernachlässigt. Dabei gibt sie schon den Weg vor. Gerade beim Matratzen Härtegrad sollte man genau darauf achten, aus welchem Stoff die entsprechende Matratze besteht.

Visco-Matratzen sind zum Beispiel oftmals recht weich. Das liegt daran, dass sie wegen ihres speziellen Schaumes stärker nachgeben als etwa Kaltschaummatratzen. Für schwerere Personen sind Visco-Matratzen daher weniger geeignet. Sie sollten lieber zu einer festeren Federkernmatratze greifen.

Aber auch hier gibt es Unterschiede. Es gibt nämlich Tonnentaschenfederkern Matratzen und Taschenfederkernmatratzen. Die Unterschiede liegen hier in der Form der Federn und hängen mit der Verteilung des auf der Matratze lastenden Drucks zusammen.

Emma One Matratze Drucktest

Otty Matratze Drucktest

Ravensberger ERGOspring® Matratze Drucktest

Ein gutes Allrounder Modell ist die Kaltschaummatratze. Sie kann sowohl von leichten als auch von schweren Personen genutzt werden. Die Emma One, welche die aktuelle Testsiegerin der Stiftung Warentest (10/2019) ist, verfügt über einen solchen Kaltschaum in der Basisschicht und soll der Matratze die nötige Stabilität verleihen.

Welcher Matratzen Härtegrad für welches Körpergewicht

Das Gewicht sollte ein entscheidender Faktor bei der Auswahl des passenden Härtegrads sein. Da aber die genannten Faktoren, wie Schlafposition, Statur und Präferenzen ebenfalls entscheidend sind, kommt es hier auf den Einzelfall an.

Du solltest eine Matratze für mehrere Tage und Wochen zuhause testen. Bei der Wahl der richtigen Festigkeit können auch Härtegrad-Rechner helfen.

Die Bestimmung des Härtegrads kann ziemlich schwierig sein. Deswegen haben wir ie nachfolgende Härtegrad Tabelle entwickelt. Sie liefert Dir eine Orientierungshilfe, welcher Matratzen Härtegrad zu Dir passen könnte.

Matratzen-Härtegrad Liegegefühl Körpergewicht (Empfehlung)
H1 weich bis 60 kg
H2 weich-mittelfest 60-80 kg
H3 mittelfest 80-100 kg
H4 sehr fest ab 100 kg
H5 ultra fest ab 130 kg
Keine Angaben (One-fits-all) variiert, meist mittelfest Siehe unsere Erfahrungsberichte

FAQ: Dein Partner hat ein deutlich anderes Körpergewicht als Du? Dann könnten zwei separate Matratzen unterschiedlicher Matratzen Härtegrade helfen. Die lästige "Besucherritze" zwischen den Matratzen kannst Du mit einer Liebesbrücke oder einem Matratzenkeil überbrücken.

Welcher Matratzen Härtegrad für welche Schlafposition?

Seitenschläfer - im Zweifel etwas weicher

Seitenschläfer liegen mit der geringsten Körperfläche auf der Matratze auf. An diesen Stellen belastet das gesamte Körpergewicht die Matratze.

Emma Air Matratze Wirbelsäulenmessung
Wichtig ist, dass die Wirbelsäule in einer ergonomisch richtigen Ausrichtung bleibt. / Foto: © Matratzencheck24

Um die Wirbelsäule in einer geraden Ausrichtung zu erhalten, sollte der/die Seitenschläfer(in) einen Matratzen Härtegrad wählen, der etwas weicher ist.

Denn eine etwas weichere Matratze erlaubt ein stärkeres Einsinken an Hüfte und Schultern. Die Wirbelsäule bleibt gerade. Das kann man hier an der Lasermessung mit der weicheren Emma Air Matratze gut erkennen.

Bauch- und Rückenschläfer - sollten etwas härter liegen

Der passende Matratzen Härtegrad für Bauch- und Rückenschläfer ist insgesamt etwas höher als bei Seitenschläfern.

Rückenschläferin auf der Bett1 Bodyguard Matratze
Foto: © Matratzencheck24

In beiden Schlafpositionen benötigen Personen höhere Unterstützung, speziell am Lordosebereich. Nur so kann ein Hohlkreuz verhindert werden.

Gut zu sehen ist die Unterstützung am Beispiel der festeren und zonierten Bett1 Bodyguard Matratze (H3-Seite).

Was bedeuten die einzelnen Matratzen Härtegrade?

Wie schon erwähnt, weisen nicht alle Hersteller ihren Matratzen Härtegrade zu. Unsere derzeitigen Favoriten, Leesa, Casper oder Emma One, tragen keinen ausgewiesenen Härtegrad.

Aber die gängigsten sind die Matratzen Härtegrade H2, H3, und H4. Passt ein bestimmter Härtegrad auch zu Dir? Wir erklären, für welche Person welcher Matratzen Härtegrad geeignet ist.

Matratzen Härtegrad H2

Der Matratzen Härtegrad H2 wird für Menschen zwischen 60 - 80 kg empfohlen. Unsere Erfahrungen mit Matratzen dieses Härtegrads ist, dass sie oft etwas weicher ausfallen.

Gerade für leichte Personen und normalgewichtige Seitenschläfer könnte eine H2 Matratze sehr gut passen. Eine sehr gute Matratze, die es auch in dem Härtegrad H2 zu kaufen gibt, ist die Ravensberger ERGOspring® TFK-Matratze.

Ravensberger ERGOspring® TFK Matratze auf unserem Bett
Die Ravensberger ERGOspring® auf unserem Bett. / Foto: © Matratzencheck24

Es gibt sogar auch einen Härtegrad 1. Dieser ist nochmal einiges weicher als die H2 Variante und ist auch eher sehr selten. Ganz generell ist aber auch zu erwähnen, dass die meisten Menschen sowieso ihre Matratze in H2 oder H3 wählen.

Matratzen Härtegrad H3

Die Mehrzahl der Matratzen trägt den Härtegrad H3. Diese Modelle sind mittelfest bis fest und haben daher eine recht breite Verwendung in der Bevölkerung. Sie wird für Personen zwischen 80 - 100 kg empfohlen.

Nach unseren Erfahrungen hat eine Matratze des Härtegrads H3 dabei eine deutlich solidere Unterstützung als eine H2-Matratze. Das ist gerade in Rücken- und Bauchlage wichtig, um ein Hohlkreuz zu verhindern.

Ein beliebte H3 Matratze ist die Ribeco 1.000. Aber auch die Ravensberger ERGOspring® Matratze wird in diesem Härtegrad angeboten.

Ribeco 1.000 TFK Matratze auf unserem Bett
Die Ribeco TFK Matratze auf unserem Bett. / Foto: © Matratzencheck24

Matratzen mit dem Härtegrad 3 zeichnen sich oftmals durch ihre besondere Flexibiltität aus. Sie bieten sowohl mittelschweren als auch schweren Personen ein gutes Liegeempfinden.

Matratzen Härtegrad H4

Modelle mit dem Matratzen Härtegrad H4 fühlen sich schon sehr hart an. Speziell Menschen über 100 kg sollten über eine H4 Matratze nachdenken.

Denn diese Personengruppe benötigt - gerade am Lordosebereich - eine Matratze, die eine hohe Unterstützung bietet. Sollte die Matratze an dieser Stelle zu weich sein, kann das sehr schnell zu Verspannungen und Rückenproblemen führen.

Badenia irisette Lotus TFK Matratze auf dem Bett
Die Badenia irisette Lotus TFK Matratze auf unserem Bett. / Foto: © Matratzencheck24

Wir empfehlen generell für Personen über 100 kg eher eine Federkernmatratze, am besten eine Tonnentaschenfederkernmatratze.

Die Badenia irisette Lotus TFK ist ein gutes und günstiges Modell. Sie ist auch im Matratzen Härtegrad H4 erhältlich. Noch besser, aber in einem ähnlichen Preissektor, ist die Ribeco 1.000, die es auch im Härtegrad H4 gibt.

Wer es noch härter mag, muss zum Härtegrad 5 greifen. Dies ist dann aber auch schon die Endstufe und wird gerne mit "ultra-fest" umschrieben. Matratzen mit dem Härtegrad 5 sollten tendenziell nur von übergewichtigen Menschen genutzt werden. Leider ist es gar nicht so einfach, eine passende Matratze mit dieser Festigkeit zu finden.

Die 24-Härtegradskala

Wer unsere Erfahrungsberichte kennt weiß: Wir treffen eine eigene Einordnung in einen Matratzen Härtegrad und halten uns dabei auch nicht an die Herstellerbezeichnungen.

Und dafür haben wir auch unsere eigene Matratzen Härtegrad Skala erfunden, mithilfe derer wir den Härtegrad der verschiedenen Matratzen genau bestimmen. Warum eigentlich?

Casper Matratze Härtegrad
Unsere 24-Härtegradskala am Beispiel der mittelfesten Casper Matratze. / Foto: © Matratzencheck24
  1. Falsche Bezeichnungen. Die Stiftung Warentest bescheinigt, dass die Einordnung von Matratzen in einen bestimmten Härtegrad nicht immer der Realität entspricht. Eine Matratze, die etwa von dem Hersteller mit dem Härtegrad H3 ausgewiesen ist, kann sich tatsächlich fester anfühlen oder umgekehrt. Insgesamt sollen Matratzen oft etwas weicher ausfallen.

  2. Fehlende Bestimmungen. Einige der neueren Modelle sind so-genannte "One-fits-all-Matratzen". Hier macht der Hersteller erst gar keine Angaben zum Matratzen Härtegrad. Und damit Du eine bessere Vorstellung von der Härte der Matratze hast, klassifizieren wir diese.

  3. Uneinheitliche Bezeichnungen. Der Fachverband Matratzen-Industrie rät: „Solange sich die Einteilung der Härtegrade sich von Hersteller zu Hersteller unterscheidet und nicht normiert ist, ist es notwendig, dass Sie sich selbst ein Bild von den verschiedenen Optionen machen, um herauszufinden, was zu Ihnen passt. Und das gelingt nur durch Probeliegen und Vergleichen". Dem können wir nur zustimmen. Zum Glück bieten viele moderne Hersteller eine Testphase von bis zu 100 Tagen an. So kann jeder selbst testen, ob die Matratze auch wirklich passt.

  4. Umfassendere Bezeichnung. Die 24-Härtegradskala ist deutlich umfassender. Wir glauben, dass man sich mit einer Härtegrad Skala von 1-10 ein deutlich besseres Bild von einem Produkt machen kann, als wenn man die Matratze nur grob in H1-H5 einteilt, wobei meistens sowieso nur H2, H3 oder H4 genutzt werden.

Matratzen Härtegrad - Nach Schlafposition

Unsere 24-Härtegradskala beruht auf unseren persönlichen Erfahrungen und Vergleichen mit unterschiedlichen Personen in verschiedenen Liegepositionen. Auf unserer Härteskala bewerten wir den Matratzen Härtegrad von 1 - 10.

Matratzen Härtegrad nach Schlafpositionen
Foto: © Matratzencheck24

Innerhalb unserer Skala empfehlen wir Matratzen für folgende Schlafpositionen:

  • 1 - 4 sehr weich: für Seitenschläfer
  • 5 - 7 mittelhart: Gut für die meisten Schlafpositionen, aber ab 7 / 10 zu hart für Seitenschläfer
  • 8 - 10 sehr hart: nur für Bauch- und Rückenschläfer

Die Härtegrade aus unserer Erfahrungsberichten

Die folgende Härtegrad Tabelle gibt eine Übersicht über unsere persönliche Einschätzung des Matratzen Härtegrads für Matratzen aus unseren Erfahrungsberichten.

Dabei sind manche Modelle, wie Badenia irisette Lotus oder Ravensberger Orthopädische, auch in verschiedenen Härtegraden H2, H3 oder H4 erhältlich.

24-Härtegradskala Entspricht etwa... Liegegefühl Empfohlen für... Matratzen
1-3 H1 Ultra Weich Leichte Seitenschläfer Bisher nicht vorhanden
4 H2 Weich Seitenschläfer Emma Original, Bodyguard Weich (H1/H2), muun
5 H2-H2+ Weich-Mittelfest Seitenschläfer, leichtere Bauch- und Rückenschläfer Leesa, Emma One Medium, SIMBA, Otty, Bodyguard Weich (H1/H2), Ravensberger Orthopädische, Selecta L4, Smood, Emma Air
6 H3 Mittelfest Viele Personen und Schlaftypen Casper Original, Bodyguard (H3), IKEA Morgedal Latex, Ravensberger ERGOspring®, Kipli
7 H3 Fest Rücken- und Bauchschläfer, schwere Seitenschläfer Emma One Hart, Badenia irisette Lotus, muun, Casper Essential, Lidl Meradiso, Hilding Sweden Pure Onecore, Ribeco TFK
8 H4 Sehr Fest Schwere Rücken- und Baucschläfer Bodyguard (H4), Kipli
9-10 H5 Ultra Fest Sehr schwere Rücken- und Bauchschläfer Bisher nicht vorhanden

Welcher Härtegrad für 2 Personen?

Matratzen Härtegrad für zwei Personen

Bei Paaren sollte man vor einem Kauf einer Matratze auf den Härtegrad achten. Denn nicht jeder Härtegrad ist für beide gut geeignet.

Eine Option wäre es, Matratzen zu kaufen, die in ihrer Höhe gleich groß sind, jedoch unterschiedliche Härtegrade haben. So ist jede Matratze an jeden Körpertyp angepasst und ermöglicht einen erholsamen Schlaf für beide.

Noch besser sind aber Matratzen, die ab einer bestimmten Größe (z.B. 160x200 cm) getrennt voneinander geliefert werden (also zweimal 80x200 cm Matratzen).

Solche Matratzen verfügen häufig über zwei unterschiedlich feste Seiten, sodass jeder seine Hälfte individuell an seine Bedürfnisse anpassen kann.

Auf diese Weise ist es möglich, dass der eine auf einer weichen Matratze mit niedrigerem Härtegrad liegen kann, wohingegen der andere lieber die festere Seite mit einem höheren Härtegrad wählt.

Meistens verfügen die Matratzen über einen Spezialbezug, welcher die beiden Matratzenhälften so eng aneinander presst, sodass kein nerviger Spalt zwischen den Matratzen entsteht.

Reicht Dir das nicht aus, kannst Du dir auch noch eine Liebesbrücke bzw. ein Matratzenkeil zulegen.

Matratze ist zu hart - was nun?

Wenn Deine Matratze zu hart ist, dann ist das in erster Linie natürlich erstmal schlecht. Es bilden sich im schlimmsten Fall Druckstellen und Du wachst immer wieder mit Schmerzen im Rücken und Nacken auf. Leider hast Du dann den falschen Härtegrad gewählt. Aber was kann man da machen?

  • Von der Testzeit Gebrauch machen
    Dadurch, dass es ja durchaus mal vorkommen kann, dass einem die Matratze nicht gefällt oder man beim Kauf eine Fehlentscheidung getroffen hat, empfehlen wir unseren Lesern immer wieder, eine Matratze mit Probephase zu kaufen.

    Bei Herstellern wie Leesa, Emma One und Kipli liegt diese sogar bei 100 Tagen. Andere Matratzen wie die Ravensberger ERGOspring® oder die Ribeco 1.000 TFK-Matratze kann man aber auch noch 30 Tage lang zur Probe liegen. Ist diese Phase noch nicht abgelaufen, kann man die Matratze einfach abholen lassen und man erhält sein Geld in Kürze wieder zurück. Alles komplett risikofrei.

  • Eine neue Matratze kaufen
    Ist Deine Testphase schon abgelaufen oder offeriert Dein Hersteller gar keine? Dann ist das natürlich ein Problem. Vor allem auch dann, wenn die gesetzliche Widerrufsfrist von 14 Tagen auch schon verstrichen ist.

    Da hilft nur ein Neukauf etwas. Die gebrauchte Matratze kannst Du entweder noch versuchen zu verkaufen, entsorgen oder spenden. Aber zum Wohle Deines Schlafes und Deiner Gesundheit, solltest Du definitiv eine Matratze mit dem richtigen Härtegrad besorgen. Denk daran, dass Du dieses Mal ganz genau schaust, welche Matratzen für Deinen Körperbau geeignet sind. Bei der Wahl können Dir unsere Erfahrungsberichte weiterhelfen.
  • Das Liegegefühl mit einem Matratzentopper verfeinern
    Wenn das alles für Dich keine Option ist, könntest Du auch versuchen, das Schlafgefühl mit einem Matratzentopper oder einer Matratzenauflage zu verfeinern.

    Matratzentopper gibt es auch in den unterschiedlichsten Ausführungen und Härtegraden. So kannst Du - wie bei Matratzen auch - zwischen Visco-Schaum, Kaltschaum oder Latexschaum auswählen.

    Der Topper ist zwar nicht unbedingt die beste Lösung, aber ist schon gut genug, um erstmal Abhilfe zu verschaffen. Und auch nicht ganz so kostenintensiv wie ein Neukauf. Ein empfehlenswertes Modell ist der Ribeco Topper.

*Ribeco Topper günstig beim Hersteller kaufen

Häufig gestellte Fragen

Welche Rolle spielt der Lattenrost?

Der Lattenrost sollte möglichst unterstützend wirken und Druckstellen entlasten können. Hierfür lohnt es sich einen zonierten Lattenrost zuzulegen.

Dieser hilft dabei, dass der Körper ergonomisch korrekt in die Matratze einsinkt. Die Leisten an den entsprechenden Stellen geben dann stärker nach, womit ein tieferes Einsinken möglich gemacht wird.

Ravensberger MEDIMED Lattenrost

Ein gutes Modell ist der Ravensberger Lattennrost Klassik, welcher aus qualitativ hochwertigen 44-Buchenlattenrahmen besteht. Der Lattenrost ist in 7-Zonen eingeteilt und kann sogar auch verstellt werden. So kann man zum Beispiel das Kopf- oder Fußteil etwas höher stellen.

Der Lattenrost Klassik von Ravensberger ist zu einem Preis ab 149,00 € erhältlich. Du kannst ihn idealerweise für 30 Tage lang ohne Risiko zuhause testen. Gefällt er Dir nicht, geht er wieder zurück zum Hersteller.

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Was ist härter H2 oder H3?

Diese Frage wirst Du Dir nach dem Durchlesen unseres Artikels hoffentlich schon selbst beantworten können. Natürlich ist der Härtegrad H2 weicher als H3.

Hinter dieser Abkürzung versteckt sich einfach nur „Härte“ und die jeweilige Stufe. Hier geht es bei 1 los und endet in der Regel bei 5, was dann auch die festeste Härte darstellt.

Spricht man von einer Matratze H2 ist damit eine eher weichere Schlafunterlage gemeint, wohingegen sich der Härtegrad H3 mittelfest anfühlt.

Was sind die besten Matratzen für den Rücken?

Das kann man nicht ganz so einfach beantworten. In erster Linie soll die Matratze ja zu Dir passen und da kommen ganz viele verschiedenen, individuelle Faktoren ins Spiel.

Eine gute Matratze für den Rücken sollte vor allem über eine hohe Stabilität und Stützkraft verfügen. Im Idealfall entlastet die Matratze, durch etwa Visco-Schaum oder Gelschaum Deinen Körper und Wirbelsäule.

Vielen Personen hilft es auch, wenn die Matratze noch in 7-Liegezonen eingeteilt ist. Dies führt dazu, dass Du besser in die Matratze einsinken kannst, aber gleichzeitig gut abgestützt wirst.

So muss ein Seitenschläfer in der Schulter- und Beckenregion tiefer in die Matratze einsinken, dafür aber im Lendenbereich stärker gestützt werden.

Welche Matratze bei 80 kg?

Bei diesem Gewicht würden wir Dir eine Matratze mit dem Härtegrad H3 empfehlen. Auf unserer 24-Härtegradskala entspricht das in etwa 6/7 von 10 Punkten.

Mit einer H3 Matratze wirst Du mittelfest bis fest liegen. Wer es lieber etwas weicher mag, der kann sich auch eine Matratze mit dem Härtegrad H2 auswählen. Diese könnte aber gerade für Rücken- und Bauchschläfer zu weich sein.

In dieser Härte wirst Du eine Fülle an Matratzen finden. Wir empfehlen die Emma One, Casper, Ribeco 1.000 TFK oder Ravensberger ERGOspring®.

Mit diesen Matratzen kannst Du nichts falsch machen. Denn jedes Modell kannst Du risikofrei für mehrere Nächte zuhause zur Probe schlafen. Gefällt Dir die Matratze nicht, kannst Du sie kostenfrei wieder abholen lassen und erhältst Dein Geld zurück.

Welcher Matratzen-Härtegrad bei Rückenschmerzen?

Das kommt ganz auf Dein Gewicht und auf deine Körpergröße an. Auch persönliche Vorlieben wie, ob Du weiche oder feste Matratzen bevorzugst, spielen eine zentrale Rolle.

Wählt man jedoch den falschen Härtegrad, kann das im Umkehrschluss ganz schnell zu großen Rückenschmerzen führen. Denn ist die Matratze zu hart oder weich, knickt die Wirbelsäule ab.

Du solltest bei der Matratzenwahl aber darauf achten, dass Du für den Matratze gut abgestützt wirst. Tendenziell ist hier eine festere Matratze besser, wobei auch weichere Matratzen über eine gute Stützkraft verfügen können. Wir empfehlen daher einen Blick in unseren Artikel über Orthopädische Matratzen.

Welcher Matratzen Härtegrad bei Bandscheibenvorfall?

Gerade wenn man einen Bandscheibenvorfall erleidet, sollte die Matratze den Körper bestmöglich stützen. Es ist wichtig, dass der Druck sofort entlastet wird und die Wirbelsäule in einer ergonomisch sinnvollen Ausrichtung bleibt.

Dafür darf die Matratze weder zu hart noch zu weich sein. Für die meisten Leute eignen sich in diesem Fall weiche bis mittelfeste Matratze des Härtegrads H2 oder H3 am besten. Sprich das aber auch nochmal mit Deinem Orthopäden ab. Er wird Dir wertvolle Tipps geben können.

Was ist der richtige Härtegrad bei Übergewicht?

Wer mehr als 100 kg wiegt muss unbedingt den richtigen Matratzen Härtegrad wählen. Alles andere kann zu einer großen Tortur für Rücken, Nacken und Wirbelsäule werden. Gerade hier ist es sehr wichtig, eine Matratze zu finden, welche ganz genau auf seinen individuellen Körperbau abgestimmt ist.

Wir empfehlen in diesem Fall eine harte Matratze mit einem Härtegrad von H4 oder für Personen, die über 140 kg wiegen von H5, zu kaufen.

Sinnvoll wären für Übergewichtige Personen Tonnen-Taschenfederkernmatratze. So wird für eine gute Körperanpassung und Druckentlastung gesorgt.

Liegt das Raumgewicht bei über 50 kg/m³ kann man auch von einer hohen Langlebigkeit der Matratze ausgehen. Ein besonders gutes Modell ist die Ravensberger ERGOspring® mit einem Raumgewicht von 72 kg/m³

Noch mehr zum Thema

  • Wie testet die Stiftung Warentest den Matratzen Härtegrad

    Du hast es erahnt: Im technokratischen Alltag der EU ist selbst die Bestimmung des Matratzen Härtegrades durch ein standardisiertes Prüfverfahren normiert.

    Einschlägig ist hier die DIN EN 1957. Diese Norm schließt ein Verfahren zur Beurteilung der Härte einer Matratze oder eines Liegesystems hinsichtlich der subjektiven Einschätzung durch Personen ein. Die Prüfungen des Härtegrads der Stiftung Warentest erfolgen nach eigenen Angaben „in Anlehnung an die DIN EN 1957”.

    Die Aussagekraft der Norm wird jedoch von dem Fachverband Matratzen Industrie in Frage gestellt: „ ... Die Norm enthält aber keine Angaben darüber, wie Hersteller oder auch Prüfinstitute aus den Werten von 1-10 konkrete Härtegrade abzuleiten haben und ob zwischen drei, fünf oder gar zehn Härtegraden unterschieden werden soll.

    So kommt es, dass es bisher keine einheitliche Auslobung der Härtegrade gibt, sondern manche Hersteller ihre Matratzen in drei unterschiedlichen Härtegraden (also hart, mittel und weich) anbieten und sich andere für fünf verschiedene Härtegrade entschieden haben."

    Daher haben wir uns entschieden, unsere eigene 24-Härtegradskala zu erstellen. Denn eine wirkliche Orientierungshilfe kann nur eine Einordnung geben, die auf persönlichem Ausprobieren und Vergleichen mit unterschiedlichen Körpertypen und in verschiedenen Schlafpositionen basiert.

  • So sind die Liegezonen in einer Matratze aufgebaut

    Eine typische zonierte Matratze besteht aus 3, 5, 7 oder gar 9 Liegezonen. Diese sind meist wie folgt eingeteilt:

    • Becken/Hüfte: Die schwerste Körperpartie. Hier muss die Matratze unterstützend wirken. Zugleich darf sie nicht zu fest sein, damit das Becken in der Seitenlage ausreichend einsinken kann. So verbleibt die Wirbelsäule gerade ausgerichtet.
    • Lordosebereich: Hier benötigt die Matratze speziell in Rückenlage zusätzliche Festigkeit, um ein Hohlkreuz zu verhindern.
    • Schulterpartie: Ein weiterer Körperschwerpunkt. Speziell in der Seitenlage muss die Matratze hier etwas mehr Einsinktiefe erlauben, um Körperstauchung zu verhindern. An dieser Stelle ist die Matratze also etwas weicher.
    • Kopfbereich: Dieser Bereich sowie der Fußbereich sind vergleichsweise leichte Körperstellen und sollten deshalb auf einer relativ weichen Zone liegen.

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Über uns

Wir sind ein internationales und erfahrenes Team aus New York und Berlin. Mit unseren Kollegen in Frankreich, Holland, England, Spanien und einigen anderen Ländern untersuchen wir seit 2016 leidenschaftlich Matratzen. Und vor allem möchten wir Dir helfen, besser zu schlafen. Matratzencheck24 ist ein unabhängiges Verbraucherportal und 100% kostenfrei. 

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